Altbauten sind gebaute Geschichte. Sie dokumentieren, wie Menschen zu einer bestimmten Zeit gelebt, gearbeitet und gebaut haben, und machen diese Geschichte im Stadtbild sichtbar und erlebbar. Viertel mit erhaltener Gründerzeitbebauung oder historischen Fachwerkhäusern haben eine unverwechselbare Atmosphäre, die Neubauten selten erreichen. Diese Qualität ist nicht nur ästhetisch wertvoll, sondern trägt auch zur Identifikation der Bewohner mit ihrem Ort bei. Städte, die ihre historische Bausubstanz erhalten haben, sind als Wohn- und Tourismusziele oft deutlich attraktiver als solche, in denen sie durch gesichtslose Nachkriegsbebauung ersetzt wurde. Der Erhalt von Altbauten ist deshalb immer auch eine kulturelle und stadtentwicklungspolitische Entscheidung.