In der Stadtentwicklung gelten Altbauten heute nicht mehr als Abrisskandidaten, sondern als wertvolle Ressource. Die Sanierung und Umnutzung historischer Gebäude ist ressourcenschonender als ein Neubau, weil die in der bestehenden Bausubstanz gebundene Energie und die bereits verbauten Materialien erhalten bleiben. Gleichzeitig ermöglicht die Umnutzung von Altbauten, brachliegende Flächen zu aktivieren und Stadtquartiere aufzuwerten, ohne sie vollständig zu verändern. Viele Kommunen fördern deshalb die Sanierung historischer Gebäude gezielt, auch weil erhaltene Altbauquartiere die Lebensqualität und die wirtschaftliche Attraktivität einer Stadt steigern. Die Herausforderung besteht darin, diesen Prozess sozial verträglich zu gestalten und eine Verdrängung der angestammten Bevölkerung zu vermeiden.