Altbauquartiere haben häufig eine soziale Dichte, die in Neubausiedlungen seltener entsteht. Enge Straßen, belebte Erdgeschosszonen und gut proportionierte Innenhöfe schaffen Begegnungsräume, in denen nachbarschaftliches Leben fast von selbst entsteht. Viele Menschen beschreiben das Leben im Altbau als persönlicher und gemeinschaftlicher als in modernen Wohnanlagen. Gleichzeitig bringen dicht besiedelte Altbauquartiere auch Reibung mit sich: Lärm, enge Parkverhältnisse und unterschiedliche Lebensstile können zu Konflikten führen. Insgesamt gilt aber, dass historische Wohnviertel mit ihrer gewachsenen Mischung aus Nutzungen und Bewohnern oft eine stärkere soziale Kohäsion entwickeln als Quartiere, die nach einem einheitlichen Konzept gebaut wurden.