Projekt Garten: 02 – Zweiter Tag

Der zweite große Arbeitstag im Projekt Garten ist durch. Mit Verstärkung aus der Familie wurde diesmal am ehemaligen Teich und am kleinen Beet gearbeitet. Der Container ist fast voll, die Muskeln sprechen eine deutliche Sprache und es gibt bereits eine erste spontane Planänderung.

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Manchmal braucht man einfach Verstärkung. Beim zweiten großen Arbeitstag im Projekt Garten waren meine Frau, mein Vater, meine Schwester und mein Schwager dabei. Fünf Leute, ein Garten, ein Container und eine Liste mit Dingen, die erledigt werden mussten. Was dabei herausgekommen ist, zeige ich auf den Fotos und erkläre ich hier.

Am ehemaligen Teich

Der Schwerpunkt des Tages lag am ehemaligen Teich. Dort standen noch zwei Kirschlorbeer, die gefällt werden mussten. Gesagt, getan. Beide sind jetzt weg. Was danach auf uns gewartet hat, war weniger glamourös: die Wurzeln. Wer noch nie versucht hat, Kirschlorbeer-Wurzeln auszugraben, dem sei gesagt, das ist eine der undankbareren Tätigkeiten, die ein Garten zu bieten hat. Schweißtreibend trifft es ganz gut. Wir haben damit angefangen, sind aber noch nicht fertig. Das wird uns noch eine Weile beschäftigen.

Der Bambus

Und dann war da noch der Bambus. Was auf den ersten Blick nach einem überschaubaren Problem aussieht, hat uns an diesem Tag den letzten Nerv geraubt. Bambus bildet unterirdische Wurzelausläufer, die sich im Laufe der Jahre unbemerkt durch den gesamten Bereich gezogen haben. Überall wo man den Spaten angesetzt hat, kam man kaum durch. Die Wurzeln sitzen tief, verlaufen quer durch die Erde und lachen einen an, wenn man glaubt, man hat eine Stelle endlich frei. Hat man nicht. Der Bambus ist noch nicht besiegt, aber er weiß jetzt, dass wir es ernst meinen.

Daneben wurden die alten Büsche rund um den ehemaligen Teich gekappt, kleingeschnitten und direkt im Container entsorgt. Der Teichbereich sieht jetzt schon deutlich anders aus als noch vor ein paar Wochen. Nicht fertig, aber erkennbar auf dem Weg dahin.

Der Container zählt mit

Nach diesem Arbeitstag ist der Container bereits zu drei Vierteln voll. Für alle, die sich fragen, wie viel Material bei so einer Aktion anfällt: mehr als man denkt. Äste, Büsche, Schnittgut, alles landet da rein. Es ist gleichzeitig ein beruhigendes Gefühl, weil man sieht, was man geschafft hat, und ein leicht beunruhigendes, weil der Container irgendwann voll ist und möglicherweise ein weiterer folgen muss. Mal sehen.

Das kleine Beet

Auf dem ersten Foto ist das kleine Beet zu sehen, das im vorderen Bereich des Gartens liegt. Dort haben wir alle Büsche einmal ordentlich beschnitten und etwas ausgedünnt. Es sieht schon besser aus, aber es gibt noch einiges zu tun. Das Beet wird noch weiter ausgedünnt, damit das, was bleibt, auch Platz zum Wachsen hat.

Beim näheren Hinsehen ist mir aufgefallen, dass die L-Steine, die das Beet einfassen, nicht besonders tief in der Erde sitzen. Das bedeutet, dass hier auf jeden Fall Erde aufgefüllt werden muss, damit das Beet vernünftig steht und nicht weiter absackt.

Und dann hatte ich eine dieser spontanen Ideen, die man entweder sofort vergisst oder direkt in den Plan aufnimmt. Ich habe mich für Letzteres entschieden: Ich möchte an dieser Stelle mit Natursteinen ein kleines Hochbeet von etwa 30 cm Höhe anlegen. Natursteine passen zum Charakter des Gartens, sie sind langlebig und ich habe den Verdacht, dass das optisch gut zur Bruchsteinmauer an der Straßenseite passt. Was das kostet und wie das umgesetzt wird, dazu folgt ein eigener Beitrag, sobald ich die Planung und die Preise recherchiert habe.

Heckenschnitt Kirschlorbeer

Parallel dazu wurde mit dem normalen Heckenschnitt des Kirschlorbeers begonnen. Das ist der Teil der Hecke, der noch steht und grundsätzlich erhalten werden kann. Der Rückschnitt ist aufwendig, weil die Hecke jahrelang nicht professionell gepflegt wurde und entsprechend aus der Form geraten ist. Aber es ist ein Anfang.

Der Holzberg auf dem Hof

Eine kleine Randnotiz, die aber irgendwie zum Projekt gehört: Der Holzberg auf dem Hof wird von Woche zu Woche größer. Gefällte Bäume, gekappte Äste, alles was nicht in den Container geht, landet dort. Ich versuche jetzt, das Holz über Kleinanzeigen anzubieten. Wer Feuerholz braucht und bereit ist, es selbst abzuholen, kann sich gerne melden. Das wäre die sauberste Lösung, kostet nichts und das Holz geht nicht einfach verloren.

Was als nächstes ansteht

Der Fokus der nächsten Arbeitstage liegt weiterhin auf dem Aufräumen. Die Kirschlorbeer-Wurzeln am ehemaligen Teich müssen vollständig raus, das Beet braucht noch einen weiteren Durchgang und der Heckenschnitt ist ebenfalls noch nicht abgeschlossen. Bevor es an die eigentliche Neugestaltung geht, muss der Garten erst mal auf null gebracht werden.

Wie lange das noch dauert, weiß ich ehrlich gesagt nicht genau. Aber der Container füllt sich, der Garten wird sichtbar weniger wild und das reicht erst mal als Erfolgsmeldung.

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