Kaufnebenkosten Rechner: Alle Nebenkosten beim Immobilienkauf auf einen Blick
Mit diesem Rechner berechnest du alle Kaufnebenkosten für deine Immobilie schnell und kostenlos. Gib den Kaufpreis ein, wähle das Bundesland und entscheide, ob ein Makler beteiligt war. Notar- und Grundbuchkosten werden automatisch berechnet. Optional kannst du Finanzierungskosten und eine Modernisierungsrücklage ergänzen. Kostenlos und ohne E-Mail-Eingabe.
Kaufnebenkosten berechnen
Beim Immobilienkauf kommen neben dem eigentlichen Kaufpreis erhebliche Nebenkosten hinzu. Berechne alle Kaufnebenkosten auf einen Blick – von der Grunderwerbsteuer bis zur Maklerprovision.
Der notarielle Kaufpreis ist die Berechnungsgrundlage für alle Nebenkosten. Gib den Gesamtkaufpreis ohne Nebenkosten ein.
Die Grunderwerbsteuer ist Ländersache und variiert erheblich – von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in mehreren Bundesländern.
Seit Dezember 2020 müssen Käufer und Verkäufer die Maklerprovision zu gleichen Teilen tragen. Der hier angezeigte Betrag ist der Käuferanteil inkl. MwSt.
Diese Kosten sind gesetzlich festgelegt (GNotKG) und nicht verhandelbar. Sie werden automatisch berechnet.
Grundbucheintrag: ca. 0,5 % des Kaufpreises – für die Eintragung des neuen Eigentümers und der Grundschuld.
Zusammen werden 2,0 % als Berechnungsgrundlage angesetzt.
Diese Kosten entstehen bei einer Bankfinanzierung und werden oft vergessen.
Bankschätzung / WertgutachtenDie Bank lässt den Wert der Immobilie durch einen Gutachter prüfen. Pauschal ca. 500–1.000 €.
Grundschuldbestellung (Notar)
Zusätzliche Notarkosten für die Eintragung der Grundschuld zugunsten der Bank. Ca. 0,3 % des Kaufpreises.
Gerade bei Altbauten empfiehlt es sich, direkt nach dem Kauf einen Puffer für notwendige Renovierungen zu reservieren.
Alle Angaben sind unverbindliche Schätzwerte. Die tatsächlichen Kosten können je nach Kaufvertrag, Notar und Bundesland abweichen. Projekt-Altbau.de übernimmt keine Haftung für Abweichungen.
Kaufnebenkosten Rechner: Warum du mehr als den Kaufpreis einplanen musst
Wer eine Immobilie kauft, denkt zuerst an den Kaufpreis. Was dabei oft vergessen wird oder unterschätzt wird: Die Kaufnebenkosten kommen obendrauf und machen je nach Bundesland und Situation zwischen zehn und fünfzehn Prozent des Kaufpreises aus. Bei einer Immobilie für 400.000 Euro können das schnell 40.000 bis 60.000 Euro sein, die zusätzlich aufgebracht werden müssen. Der Kaufnebenkosten Rechner auf dieser Seite schlüsselt alle Positionen auf und zeigt dir, was dein Immobilienkauf wirklich kostet.
Was zu den Kaufnebenkosten gehört
Die Kaufnebenkosten setzen sich aus mehreren Positionen zusammen, von denen einige verpflichtend und andere optional sind. Zu den Pflichtkosten gehören die Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten. Optional kommen eine Maklerprovision, Finanzierungskosten der Bank und eine Modernisierungsrücklage dazu.
Der Rechner unterscheidet diese Positionen klar und zeigt dir für jede Position den prozentualen Anteil am Kaufpreis sowie den absoluten Betrag. So siehst du auf einen Blick, wo die größten Kostenpositionen liegen.
Grunderwerbsteuer: Je nach Bundesland sehr unterschiedlich
Die Grunderwerbsteuer ist die größte Einzelposition unter den Kaufnebenkosten und gleichzeitig diejenige, die am stärksten variiert. Sie ist Ländersache und liegt aktuell zwischen 3,5 Prozent in Bayern und Sachsen und 6,5 Prozent in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Das bedeutet: Wer eine Immobilie für 400.000 Euro in Bayern kauft, zahlt 14.000 Euro Grunderwerbsteuer. Wer dieselbe Immobilie in Nordrhein-Westfalen kauft, zahlt 26.000 Euro. Ein Unterschied von 12.000 Euro allein durch den Standort. Der Rechner berücksichtigt alle 16 Bundesländer mit den aktuellen Steuersätzen.
Notar und Grundbuch: Nicht verhandelbar
Notar- und Grundbuchkosten sind gesetzlich festgelegt und nicht verhandelbar. Sie richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz und betragen zusammen in der Regel etwa zwei Prozent des Kaufpreises. Die Notarkosten umfassen die Beurkundung des Kaufvertrags, Beglaubigungen und Vollzugsgebühren. Der Grundbucheintrag macht den Eigentumsübergang offiziell und die Eintragung der Grundschuld zugunsten der finanzierenden Bank rechtsgültig.
Diese Kosten werden im Rechner automatisch berechnet und müssen nicht manuell eingegeben werden.
Maklerprovision: Seit 2020 geteilt
Seit Dezember 2020 gilt in Deutschland das Bestellerprinzip für den Immobilienkauf. Wer den Makler beauftragt, zahlt mindestens die Hälfte der Provision. In der Praxis bedeutet das, dass Käufer und Verkäufer die Maklerprovision zu gleichen Teilen tragen. Der Rechner zeigt dir den Käuferanteil in drei gängigen Provisionsstufen. Der häufigste Satz in Deutschland liegt bei 3,57 Prozent für den Käufer, was einer Gesamtprovision von 7,14 Prozent entspricht.
Wer ohne Makler kauft, spart diese Position komplett. Gerade bei Altbauten, die über persönliche Kontakte oder direkt vom Eigentümer angeboten werden, ist das keine Seltenheit.
Finanzierungskosten: Die vergessenen Nebenkosten
Wer die Immobilie über eine Bank finanziert, hat zusätzliche Kosten, die im Rechner optional erfasst werden können. Das Bankgutachten kostet pauschal zwischen 500 und 1.000 Euro und wird von der Bank in Auftrag gegeben, um den Wert der Immobilie zu prüfen. Die Grundschuldbestellung beim Notar ist ein weiterer Kostenpunkt von etwa 0,3 Prozent des Kaufpreises und dient der Eintragung der Grundschuld zugunsten der Bank.
Diese Positionen tauchen in vielen Kaufnebenkosten-Übersichten nicht auf, kommen aber in der Praxis fast immer vor und sollten von Anfang an einkalkuliert werden.
Modernisierungsrücklage für Altbauten
Wer einen Altbau kauft, sollte direkt nach dem Kauf einen Puffer für erste Renovierungen und unvorhergesehene Befunde reservieren. Der Rechner bietet die Möglichkeit, eine Modernisierungsrücklage als prozentualen Anteil des Kaufpreises zu ergänzen, von einem bis zu dreißig Prozent. Sie wird zwar nicht zu den klassischen Kaufnebenkosten gezählt, gehört aber zu einer realistischen Gesamtkalkulation beim Altbauerwerb. Ein Puffer von zehn Prozent ist für die meisten Altbauten ein vernünftiger Ausgangswert.
Was der Rechner dir am Ende zeigt
Die Ergebnisbox des Rechners zeigt dir alle Positionen einzeln mit Prozentsatz und absolutem Betrag, die Summe aller Kaufnebenkosten, den prozentualen Anteil der Nebenkosten am Kaufpreis sowie die Gesamtinvestition aus Kaufpreis und Nebenkosten zusammen. So siehst du auf einen Blick, was du tatsächlich aufbringen musst, nicht nur was auf dem Kaufvertrag steht.
Weitere Rechner auf projekt-altbau.de
Neben diesem Rechner findest du auf projekt-altbau.de noch weitere kostenlose Tools, mit denen du dein Altbauprojekt von verschiedenen Seiten durchkalkulieren kannst. Egal ob du die Kaufnebenkosten ermitteln, eine Dachsanierung kalkulieren oder deine Heizkosten einschätzen möchtest. Alle Rechner funktionieren nach dem gleichen Prinzip: kostenlos, direkt im Browser und ohne E-Mail-Eingabe. Eine Übersicht aller verfügbaren Rechner findest du im Altbau Sanierungsrechner.