Projekt Garten: 03 – Dritter Tag

Dritter Arbeitstag im Projekt Garten. Der Container ist voll, der Boden im großen Beet hat die Konsistenz von Beton und aus einer hässlichen Ecke soll etwas Ordentliches werden. Außerdem: Was macht man mit einem Gullideckel, den niemand mehr erreichen kann?

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Projekt Garten: Dritter Einsatz

Es geht weiter. Dritter Arbeitstag, wieder einiges geschafft und wieder ein paar neue Erkenntnisse, die den Plan leicht verschieben. So läuft das offenbar bei Gartenprojekten.

Kirschlorbeer zurückgeschnitten

Der Kirschlorbeer zur Straßenseite wurde auf 2,30 Meter zurückgeschnitten und gleichzeitig ausgedünnt. Wer auf Bild 4 sieht, wie dicht und unkontrolliert der Bewuchs inzwischen war, versteht warum das nötig war. Der Schnitt war überfällig und der Bereich sieht jetzt deutlich geordneter aus. Komplett erledigt ist das Thema Kirschlorbeer damit aber noch nicht, dazu kommt noch ein eigener Beitrag.

Die erste abgestorbene Tanne

Im Garten stehen noch Überreste der gefällten Tannen, über die ich im ersten Beitrag geschrieben habe. Eine davon wurde jetzt freigelegt, damit sie endlich gefällt werden kann. Das klingt nach einer kleinen Sache, war es aber nicht, weil der Stamm von Bewuchs und jahrelangem Grünzeug eingewachsen war. Jetzt ist er zugänglich. Der eigentliche Fälltermin folgt.

Die hässliche Ecke und ein neuer Plan

Und dann ist da noch die Ecke hinter dem Beet. Auf Bild 5 sieht man, was mich dort erwartet hat: alte Betonsteinringe, Steine, Moos, eine Rose die irgendwie überlebt hat und insgesamt ein Bereich, der aussieht als hätte sich jahrelang niemand getraut, genauer hinzuschauen. Das stimmt übrigens.

Mein Vater und mein Onkel haben dort vor etlichen Jahren bereits ein Hochbeet angelegt. Die Idee war gut, die Umsetzung hat aber ein Problem hinterlassen: Der Gullideckel, der zur Entwässerung des Hauses gehört, ist mittlerweile nicht mehr erreichbar. Das ist die Art von Sache, die man irgendwann bereut, wenn man sie nicht früh genug angeht.

Der neue Plan sieht so aus: Das Beet wird neu angelegt, diesmal aus Betonsteinen in Natursteinoptik. Das ist günstiger als echte Natursteine, sieht aber passend zur alten Bruchsteinmauer aus und gibt der Ecke ein einheitliches Bild. Durch die neue Anlage kommt man gleichzeitig wieder problemlos an den Abwasserkanal heran. Zwei Probleme, eine Lösung.

Wegen der L-Steine im vorderen Bereich muss das Beet außerdem etwas erhöht werden. Bodennah ist dort schlicht nicht möglich. Ich füge an dieser Stelle eine Skizze ein, damit klar wird, wie ich mir das vorstelle.

Für die Kostenkalkulation habe ich unseren Steinbeet-Rechner genutzt, den ich auf dieser Seite erstellt habe. Der Vorteil ist, dass ich dort direkt die Steine eingeben kann, die ich tatsächlich verwenden möchte, und der Rechner alle relevanten Mengen und Kosten ausspuckt. Da eine Seite des Beetes bereits durch die vorhandenen L-Steine abgedeckt ist, habe ich diese Seite einfach rausgerechnet. Das Beet hat eine Fläche von etwa 6 mal 2 Metern, also überschaubar aber groß genug um die Ecke sinnvoll zu nutzen. 

In die Gesamtkosten einkalkuliert habe ich neben den Steinen für die Mauer auch neue Erde für das Beet sowie eine Noppenwand als Schutzschicht zwischen Mauer und Erdreich. Am Ende lande ich bei etwa 550 Euro inklusive Lieferung. Für eine dauerhafte Lösung, die die Ecke aufwertet und gleichzeitig den Gullideckel wieder zugänglich macht, finde ich das vertretbar.

Container voll

Der Container ist jetzt voll. Das war das Ziel für diesen Arbeitstag und es hat geklappt. Was der Container alles geschluckt hat in den letzten Wochen, sieht man eigentlich nur dann, wenn man versucht den Garten vorher und nachher zu vergleichen. Der Unterschied ist deutlicher als die Fotos vermuten lassen.

Was als nächstes ansteht

Der Bereich am ehemaligen Teich wartet noch. Dort müssen alle verbliebenen Wurzeln raus und der Boden muss geebnet werden, bevor man weiter planen kann. Das ist eine der unangenehmeren Arbeiten, weil es viel Handarbeit ist und der Boden durch den Bambus und die alten Wurzeln entsprechend zäh ist. Aber es muss sein.

Die Steine

Überall im Garten liegen Steine. Feldsteine, Bruchstücke, Kiesel, was auch immer mein Urgroßvater und mein Opa im Laufe der Jahrzehnte gesammelt haben. Einige davon werden für das neue Beet gebraucht. Aber es sind mehr als genug da. Wer eine Idee hat, was man mit Steinen im Garten sonst noch sinnvoll anfangen kann, darf das gerne in die Kommentare schreiben. Ich bin ehrlich gesagt für jeden Vorschlag offen.

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